Artikel: "Diese deutsche Familie lebt prächtig – ohne Geld"

Artikel aus WELT ONLINE von Freia Peters
16. Jan 2012

"Raphael Fellmer hat kein Konto. Sein Essen fischt er aus dem Müll. Um kostenlos wohnen zu können, hilft er bei Reparaturen. Ihm und seiner Familie geht es blendend.

Ausgerechnet von dem Interview mit dem Mann ohne Geld kehrt die Reporterin mit einem Sack voller Geschenke zurück nach Hause.

Bio-Edamer aus einer Molkerei im Allgäu. Ein Glas Pesto, „das Gold Liguriens“, wie das Etikett verspricht. Ein Pfund gemahlener Hochlandkaffee aus Nicaragua, fair gehandelt. „Fair gehandelt und auf den Müll geschmissen, das ist doch dermaßen scheinheilig“, sagt Raphael Fellmer.

Die Lebensmittel sind seine Beute der vergangenen Nacht. Fellmer hat die Sachen aus den Containern dreier Biosupermärkte gefischt. Drei- bis viermal die Woche radelt er los, meist so gegen Mitternacht, ausgerüstet mit einer Kopftaschenlampe und einem großen Rucksack, „um Lebensmittel aus dem Müll zu retten“."

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