Filme über soziale Bewegungen

"Wir sind positiv überrascht, wie viele Filme und Dokumentationen aktuell die Themen der sozialen Bewegungen transportieren. Zudem überzeugt die Professionalität der FilmemacherInnen. Das macht Mut, denn wie heißt es doch gleich: "Wissen ist Macht" und "Veränderung setzt Erkenntnis" voraus.
Hier vier aktuelle Projekte, die sich aktuell auf der Bewegungsplattform präsentieren."


Voices of transition - urban agriculture
Die Transition Town Movement enstand 2005 in England und ist seitdem international weit verbreitet. Kleine Gruppen auf Kiezebene errichten Gärten in ihren Städten und bauen Obst an, sie unterstützen lokale Landwirtschaftsunternehmen und entwickeln Energiepläne zum schonenden Umgang mit den Ressourcen. Ein Film erzählt von dem Konzept und seinen Akteuren. Er beschreibt Perspektiven und Alternativen zu der bestehenden
Landwirtschaft, die auf Überproduktion und Verschwendung basiert:
http://www.voicesoftransition.org/

Wer rettet wen? - Finanzkrise
Durch milliardenschwere Hilfspakete wird der verstimmte Finanzmarkt bei Laune gehalten. Währenddessen schreitet der Sozialabbau voran, immer mehr Menschen werden mit einem mageren Lohn abgespeist und Gemeingüter privatisiert. Es werden keine Korrekturen im System vorgenommen, sondern die finanzmarktwirtschaftlichen Verhältnisse werden aufrechterhalten. Wer wird tatsächlich "gerettet"? Ein Filmprojekt, das noch Unterstützung und MitstreiterInnen sucht, möchte diese Zustände offenlegen und damit zur Veränderung aufrufen:
http://www.wer-rettet-wen.org/index.php/de/

Sachamanta - Spiegel der Bauernbewegung
In Nordargentinien kämpft eine Bewegung von Kleinbauern gegen Landraub durch Global Player wie Monsanto. Ihre wirksame Methode: Die Errichtung von fünf Radiostationen zur raschen Mobilisierung der Öffentlichkeit und unabhängigen Informationen. Zurzeit wird die filmische Dokumentation der Geschehnisse (2012) in vielen deutschen Kinos aufgeführt. Nun wird um Unterstützung für einen zweiten Film über die Gefühle der Filmzuschauer zu dem Film gebeten, welcher einen Dialog entwickeln soll.
http://kameradisten.de/

Agent Orange - Aufarbeitung der Kriegsfolgen
Über 40 Jahre ist es her, dass dioxinhaltige Herbizide im Vietnamkrieg zur Wald- und Erntevernichtung eingesetzt wurden. Die schwerwiegenden Folgen sind dagegen für unzählige vietnamesische Familien weiterhin ein fester Bestandteil ihres Lebens. Die Frage nach finanzieller Unterstützung, im Besonderen durch die USA, sowie die Dekontaminierung der auf tausende Jahre verseuchten "Hotspots", ist nach wie vor aktuell. Für die Postproduction einer Dokumentation - eines kleinen Sprachrohrs der Geschädigten - wird um finanzielle Unterstützung gebeten. Einen berührenden Zusammenschnitt könnt ihr Euch vorab hier anschauen:
http://lighterthanorange.tumblr.com/