Einführung negativer Zinsen

Aus einem Artikel auf Telepolis.de über die neuauflage der Theorie Gesells.
Zitat: "Noch vor wenigen Jahren galten negative Zinssätze für die allermeisten Ökonomen als Ding der Unmöglichkeit und wurden nicht einmal als eine denkbare Option in Erwägung gezogen. (…) Weiter und zu Ende gedacht lassen seine Ausführungen allerdings nur zwei Wege zu. Erstens eine Abschaffung des Bargeldes, um so den Zentralbanken den Weg frei zu machen, Leitzinsen deutlich in den negativen Bereich senken zu können (siehe dazu das von Cœuré erwähnte Papier des Harvard-Professors Kenneth Rogoff, der von 2001 bis 2003 Chefökonom des Internationalen Währungsfonds war: "Costs and benefits to phasing out paper currency", NBER Working Paper 20126 vom Mai 2014). Oder zweitens die Weiterentwicklung des Bargeldes mit einer Umlaufsicherungsgebühr, wie es beispielsweise die INWO vorschlägt, um so für einen kontinuierlichen Umlauf des herausgegebenen Geldes und somit für eine stetige Konjunktur zu sorgen. Beide Varianten müssen wissenschaftlich erörtert und entwickelt werden, um dann in einem gesellschaftspolitischen Diskurs abgewogen und zur Entscheidung gebracht werden zu können."

Autor: Klaus Willemsen
Artikel vom 13.09.2014