20.10. - Wie Überwachung unser Leben verändert

Hilft der Blick auf Stasi und SED in der aktuellen Auseinandersetzung weiter?
"Vor 25 Jahren gingen Hunderttausende Menschen in der DDR auf die Straße, um für Freiheit zu demonstrieren. Der Protest damals richtete sich auch gegen die Stasi und ihren allumfassenden Überwachungs- und Kontrollapparat. Die friedliche Revolution bedeutete das Ende der DDR und die Auflösung der Stasi. Mit der Stasiunterlagenbehörde wurde zum ersten Mal die Arbeit und die Dokumente einer Geheimpolizei der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die heute bekanntgewordenen Überwachungspraktiken westlicher Geheimdienste bringen Menschen wieder dazu, stärker über Überwachung zu diskutieren und für Freiheit als gesellschaftlichen Wert zu streiten. Die Digitalisierung des alltäglichen Lebens bietet immer neue Möglichkeiten der Überwachung. Doch statt Transparenz kommen immer neue Enthüllungen ans Tageslicht, wie staatliche Stellen und Unternehmen mehr und mehr Daten über unser Leben speichern und auswerten.

Leben wir wieder in einem Überwachungsstaat? Was verändert sich dadurch für jede und jeden Einzelnen als auch für eine Gesellschaft?"

Es diskutieren:
Roland Jahn, wurde aus der DDR ausgewiesen, hat als Journalist gearbeitet und leitet jetzt die Stasi-Unterlagen-Behörde.
Anke Domscheidt-Berg, ist in der DDR aufgewachsen und arbeitet als IT-Beraterin.
Malte Spitz, in der BRD aufgewachsen, ist Politiker der GRÜNEN und Datenschutzaktivist. Sein zusammen mit Brigitte Biermann geschriebenes Buch „Was macht ihr mit meinen Daten?“ ist jüngst bei Hoffmann und Campe erschienen.

Moderation: Michael Stognienko, Heinrich-Böll-Stiftung

In Kooperation mit dem Verlag HOFFMANN UND CAMPE

Buchvorstellung
Datum: Montag, 20. Oktober 2014, 19:30 – 21:30 Uhr
Adresse: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
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