Kartoffeln statt Konsum

"Wachstum ist gut. Ohne gibt es keinen technischen Fortschritt, keine soziale Gerechtigkeit und keine hinreichende Güterversorgung. – Soweit die gängige Lehrmeinung. Niko Paech vertritt die genau entgegengesetzte Ansicht.
Der Volkswirt – seit 2010 Gastprofessor am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg – hat sich in den vergangenen Jahren als Verfechter der Postwachstumsökonomie einen Namen gemacht. (…) Grundlage seiner Thesen ist eine eigentlich ganz einfache Überlegung: Alle Ressourcen auf der Welt sind endlich, und im Moment verbraucht die Wachstumsgesellschaft mehr als da ist. Also müssen wir das Wachstum nicht nur bremsen, sondern bis zu einem gewissen Punkt in ein Schrumpftum verwandeln, damit die Industrie nur so viele Ressourcen verbraucht, wie ökologisch vertretbar ist. Von diesem Punkt an wäre Wohlstand ohne Wachstum möglich – denn in die Steinzeit zurück will ja auch Paech nicht."

Zitatquelle von Michael Walter, 24.01.2015, http://www.kreiszeitung.de
Fotoquelle: Marcus Sümnick, CC BY 3.0