Inhalt abgleichen
Was wir hier machen? Wir meckern nicht über das System, wir leben ein anderes!
Du kannst massieren, aber hast keine Zeit, dein Kind zu betreuen? Dein Garten vegetiert vor sich hin, und du brauchst ein Bewerbungsfoto, hast aber keine Kohle? Auch eine Ernährungs- oder Feng-Shui-Beratung würdest du mal in Anspruch nehmen – wenn du es dir leisten könntest? Dann bist du hier richtig!
Wir vernetzen Angebote und Nachfragen im Kiez; verrechnet wird alles über ein bewährtes Zeitsystem, bei dem jede Stunde Arbeitszeit gleich zählt, unabhängig davon, welche Leistung erbracht wird.
Unsere aktuelle Tauschzeitung findest du unter www.tauschen-ohne-geld.de
– jetzt fehlst nur noch du.
Alles Nähere erfährst du bei unseren regelmäßigen Infotreffen.

500 Milliarden wären schön


Der ganze Artikel ist zu finden bei der Kulturstiftung des Bundes
Es geht auch anders. Nur wie? Der Filmemacher Andres Veiel hat Gespräche mit 25 ehemaligen Bankern geführt und daraus sein Theaterstück „Das Himbeerreich“ komponiert.
Die beiden Journalisten Dirk Pilz und Harald Schumann haben sich mit Veiel in seiner Stammkneipe in Berlin-Kreuzberg getroffen und über Banker, die Verantwortung in der Politik und die Krise der Finanzwirtschaft gesprochen, über Einsamkeit, Theater und die Kraft des Dokumentarischen.

Dirk Pilz/Harald Schumann "Herr Veiel, in Ihrem Stück versammeln sich fünf Ex-Banker und ein Fahrer und geben Lebensweisheiten von sich. Was soll das?"

Andres Veiel "Es sind eben nicht Lebensweisheiten, sondern verdichtete Einsichten aus sehr langen Gesprächen, die ich mit Bankern, überwiegend ehemalige Vorstände, geführt habe. Ich habe den Akteuren der Krise beim Nachdenken zusehen können. Das hat dazu geführt, dass ich in Zonen kam, wo es um die eigene Verantwortung geht, um die Rolle, die jemand in einer Bank gespielt hat, auch bei der Öffnung der Banken in Richtung des Investmentbankings. Diese Gespräche drehten sich ja immer um sehr konkrete Fälle, die letztendlich alle auf Kosten der Steuerzahler gehen. In diesem Zusammenhang interessierte mich der Einzelne, der die fatalen Auswirkungen erkannt und wider besseres Wissen trotzdem mitgemacht hat."

Pilz/Schumann "Das Stück ist also eine Montage aus Gesprächspassagen, es sind Zitate?"

Veiel "Genau."

Das gesamte Interview lesen

Kaufen für die Müllhalde

Artikel auf telepolis von Jürgen Reuß über künstlich erzeugten Verschleiß von Industrieprodukten
"Jahr um Jahr werden auf dem Globus 50 Millionen Tonnen von schwierig entsorgbaren Elektrogeräten hergestellt. Ein nicht unbeträchtlicher Teil davon ist von den Herstellern für nur kurzfristige Haltbarkeit entworfen worden - zum ihrem Vorteil und zum Nachteil der Umwelt. Der Journalist Jürgen Reuß hat mit der Filmemacherin Cosima Dannoritzer darüber das Buch Kaufen für die Müllhalde - Das Prinzip der geplanten Obsolenz geschrieben und für den Konsumenten Wege aus der Wegwerffalle aufgezeigt." Quelle und ganzer Artikel: telepolis.de

Artikel in der ZEIT - "Endloses Wachstum ist sinnlos"

Wie viel Wohlstand ist genug? Elisabeth von Thadden im Gespräch mit dem Wirtschaftshistoriker Robert Skidelsky und seinem Sohn, dem Philosophen Edward Skidelsky.

Auszug/ Zitat: "Edward Skidelsky: Die Produktion ist dafür da, den Konsum zu ermöglichen, nicht umgekehrt. Alles andere wäre verkehrte Welt. Wir müssen die Fragen grundsätzlich anders stellen, um aus dieser Verrücktheit herauszukommen. Das, was wir wirklich brauchen, ist nicht käuflich. Materieller Wohlstand hat keinen Sinn an sich. Er ist nur sinnvoll als Voraussetzung oder als Mittel für ein gutes Leben."

ganzen Artikel lesen
Quelle: DIE ZEIT, 28.2.2013 Nr. 10, Elisabeth von Thadden

12.05. - Repair Café


Was macht man z.B. mit einem Toaster oder einem CD-Player, der nicht mehr funktioniert? Oder einem defekten Fahrrad? Nicht wegwerfen oder neu kaufen! Du kannst jetzt lernen – unter Anleitung von Helfern mit Sachkenntnissen– leichte Mängel selbst zu reparieren!
Wann? Am Sonntag, 12.Mai von 12-15 Uhr
Wo? Repair Café im Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Urbanstr. 21, Berlin-Kreuzberg
Mehr Infos zum Repair Café gibt es hier

24.05. - 26.05. Umverteilen.Macht.Gerechtigkeit

Gigantischer privater Reichtum und wenige Superreiche auf der einen, dramatisch zunehmende Armut und leere öffentliche Kassen auf der anderen Seite – diese Wirklichkeit gefährdet unsere Gesellschaft und ist die Lunte am Pulverfass der Eurokrise. Über diese Entwicklungen müssen wir sprechen…
Wir laden deshalb alle interessierten Menschen zum Kongress "Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit." vom 24. bis zum 26. Mai 2013 nach Berlin ein.

brandeins Magazin - Schwerpunkt: Besitz

Eine neue Dimension
"Eigentlich ging uns das ganze Gerede über die Sharing Economy ziemlich auf die Nerven. Der junge Mensch, so war überall zu lesen, will nicht mehr konsumieren, sondern teilt, tauscht und verweigert sich dem System. Die Sharing Economy mag ein Modethema sein - aber dahinter steht eine Entwicklung von gewaltiger Dimension. Sie hat mit der Ablösung von Materie zu tun, mit einer dank Digitalisierung ganz neuen Verfügbarkeit von Gütern und dem, was für unser Wirtschaftssystem daraus folgt. Wichtiger als etwas zu besitzen wird es sein, den Zugriff auf Produkte, Dienstleistungen und Ideen zu haben." - Das Editorial von Gabriele Fischer (Quelle: http://www.brandeins.de/magazin/besitz/eine-neue-dimension.html)

"Das Himbeerreich" im Deutsche Theater

„Wir müssen permanent Entscheidungen treffen in einem Bereich, den niemand wirklich durchdringt.“

Urheber des Fotos: Beek100/ Rechte: CC-BY-SA-3.0
Eine ganz besondere Etage einer großen deutschen Bank. Büros von Vorstandsmitgliedern – manche sind bereits in Rente, andere stehen noch in der Verantwortung. Die Krise ist inzwischen auch hier angekommen; jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigene Deutung der Ereignisse. Der eine hat aufgrund der Krise seinen Job verloren oder ist freiwillig gegangen, der andere ist durch sie reich geworden. Der eine weiß, was jetzt zu tun wäre, wird aber nicht mehr gefragt. Er misstraut denen, die in der Verantwortung stehen, weil sie glauben, es besser zu wissen. Die anderen in der Verantwortung wissen auch, was zu tun wäre, aber handeln sie danach? Sie folgen bestimmten Interessen, aber welche sind das eigentlich?

Andres Veiel hat mehr als zwanzig führende Banker interviewt und ist in seiner Recherche den Verbindungslinien zwischen den persönlichen Motiven und den gesellschaftlichen Strukturen im Finanzwesen gefolgt. Zusammen mit dem Ensemble schaut Andres Veiel hinter die Fassaden der Glaspaläste und liefert eine spannende Innenansicht der Welt der Banker.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Quelle/ mehr Informationen und Karten

"Das Himbeerreich" von Andres Veiel
Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart